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Monte Gordo, die Jugend

von michaelp
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Rückblick aus Trainersicht

Als Trainer:in hat man immer einen anderen Blick auf ein Trainingslager als Athlet:innen oder Elternteile. Man trägt nicht nur die Verantwortung dafür, dass ein Trainingslager im Moment funktioniert, sondern auch dafür, dass ein zukünftiger Rückblick insgesamt positiv ausfällt.

Dabei spielen Fragen wie


„Was beurteilt man eigentlich?“


oder


„Mit welchem Maß misst man?“

eine große Rolle – bis hinein in Bereiche, in denen man an die Grenzen der Beliebigkeit stößt.

TL;DR:
Es ist unmöglich, auf die Frage


„Wie war das Trainingslager, Michael?“

eine zugleich richtige und kurze Antwort zu geben. Man könnte es mit Fakten versuchen:

  • Unterstützung der Eltern (insbes. Mike): toll
  • Hinreise: gut
  • Essen: gut
  • Unterkunft: gut
  • Trainingsstätte: gut
  • Fahrräder: gut
  • Tagesablauf: gut
  • Nachtruhe: gut
  • Team, klein: toll
  • Team, groß: ok
  • Trainingsplanung: Luft nach oben

  • Freizeitverhalten Athletinnen: genau richtig

  • Freizeitverhalten Trainer: das geht besser

  • Rückreise: gut
  • 
Finanzielle Planung und Abwicklung: korrekt
  • Auswirkungen auf die Saison und darüber hinaus: zu früh für eine Antwort

Oder man könnte die vier Berichte der Athletinnen von einer KI zusammenfassen lassen:


Rückblick aus Athlet:innensicht

In der ersten Woche der Osterferien durften wir als große Trainingsgruppe der LG Aachen ein intensives Trainingslager im portugiesischen Monte Gordo nahe Faro absolvieren. Mit über 60 Athletinnen und Athleten aus verschiedenen Aachener Vereinen waren wir vor Ort vertreten, darunter auch fünf Athletinnen der DJK Frankenberg, die erstmals gemeinsam unter dem Dach der LG Aachen an einem internationalen Trainingslager teilnahmen.

Unsere Anreise begann bereits in den frühen Morgenstunden. Nach dem Flug nach Faro und dem anschließenden Transfer erreichten wir unser Hotel in Monte Gordo. Trotz der Müdigkeit verlief alles reibungslos, sodass wir den Ankunftstag ruhig angehen konnten. Ein erster Spaziergang durch den Ort, Zeit am Strand und eine lockere Trainingseinheit am Abend halfen uns, gut in die Woche zu starten.

In den darauffolgenden Tagen folgte ein klar strukturierter Trainingsalltag. An fast allen Tagen absolvierten wir zwei intensive Trainingseinheiten – jeweils eine am Vormittag und eine am Nachmittag. Der etwa drei Kilometer entfernte Trainingskomplex wurde meist mit dem Fahrrad erreicht, sodass über die Woche hinweg viele zusätzliche Kilometer zusammenkamen. Ein kompletter Ruhetag sowie ein trainingsfreier Sonntagnachmittag sorgten für gezielte Erholung.

Die Trainingsbedingungen in Monte Gordo waren hervorragend. Die weitläufige Anlage mit acht Laufbahnen, großzügigen Technikbereichen, einem sehr gut ausgestatteten Kraftraum und überdachten Trainingsmöglichkeiten bot ideale Voraussetzungen. Inhaltlich lag der Schwerpunkt auf Techniktraining, Starts und Sprints, ergänzt durch Weitsprung‑ und Kugelstoßeinheiten sowie gezielte Kraft‑ und Athletikarbeit. Besonders positiv aufgenommen wurde ein neues, abwechslungsreiches Aufwärmprogramm, das wir alle als sinnvoll und effektiv empfanden. Auch bei kleineren Verletzungen oder Einschränkungen konnten wir dank der vielfältigen Möglichkeiten individuell weitertrainieren.

Neben dem sportlichen Programm kam auch das Gemeinschaftsgefühl nicht zu kurz. Wir verstanden uns als Gruppe sehr gut – sowohl innerhalb unserer kleineren Trainingsgemeinschaft als auch im Austausch mit den Athletinnen und Athleten der anderen Vereine. Gemeinsame Abende, Spiele, Spaziergänge am Strand oder ein Eis in der Nähe des Hotels sorgten für Abwechslung und stärkten den Teamgeist. Ein gemeinsamer Abschlussabend mit der gesamten LG Aachen bildete einen gelungenen Schlusspunkt des Trainingslagers.

Auch wenn die Woche insbesondere zu Beginn körperlich sehr fordernd war, überwiegt für uns klar der positive Eindruck. Wir konnten sportlich wichtige Fortschritte machen, neue Trainingsimpulse mitnehmen und als Teil der LG Aachen weiter zusammenwachsen. Mit vielen wertvollen Erfahrungen, großer Motivation und Vorfreude auf die kommende Saison sind wir nach Hause zurückgekehrt.


Resümee

Vielleicht ist es aber auch einfach vernünftig und richtig, die – zugegebenermaßen vielen – positiven Eindrücke festzuhalten und alles andere als Anregung zu begreifen, die Planung zukünftiger Trainingslager entsprechend weiterzuentwickeln.

Danke an alle Beteiligten für die tolle Zusammenarbeit!